Offene Fragen

Was sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs und gehören Bitcoins auch dazu?

Die „Spekulationsfrist“ (ein Jahr) bei privaten Veräußerungsgeschäften gilt nicht mehr bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel bei Verkäufen von Kraftfahrzeugen innerhalb eines Jahres. Dadurch entfällt sowohl die Steuerpflicht bei eventuellen Gewinnen, als auch die Möglichkeit Verluste aus diesen Geschäften zu verrechnen.

Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Gegenstände des täglichen Gebrauchs zur privaten Nutzung und nicht zur Gewinnerzielung angeschafft wurden. Dabei hat der Gesetzgeber aber nicht genau definiert, welche Güter Gegenstände des täglichen Gebrauchs sind. Einzig Gebrauchtfahrzeuge wurden vom Gesetzgeber ausdrücklich als Gegenstand des täglichen Gebrauchs definiert. Dabei sollte allerdings „täglich“ nicht wortgetreu angesehen werden, eine regelmäßige Nutzung reicht aus.

Kryptowährungen sind laut dieser Definition keine Gegenstände des täglichen Gebrauchs, da sie zur Gewinnerzielung angeschafft wurden und nicht regelmäßig in Gebrauch sind. Also ist die Veräußerung innerhalb eines Jahres nach der Anschaffung weiterhin steuerpflichtig und Verluste können verrechnet werden. Die Ausnahmeregelung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs hat also noch keine Auswirkung auf die Steuerbarkeit bei Veräußerungen von Kryptowährungen.

Wie sollte eine ordnungsgemäße Dokumentation der Transaktionen aussehen?

Um der Beweispflicht bei der Finanzbehörde nachzugehen, ist eine genaue Dokumentation der getätigten Transaktionen von entscheidender Bedeutung. Es empfiehlt sich die Ausgestaltung der Dokumentation mit dem lokalen Finanzamt abzustimmen.

Welches Prinzip gilt beim Verkauf?

Der Gesetzgeber macht bei Fremdwährungsgeschäften genaue Vorschriften bezüglich des Besteuerungsverfahrens. Der Steuerpflichtige muss die FiFo-Methode wählen. Bitcoins gelten allerdings nicht als Fremdwährung. Demnach unterliegt der Steuerpflichtige nicht unbedingt dem FiFo-Prinzip, dies gilt es mit dem zuständigen Finanzamt abzuklären.

Wichtig: Hat sich der Steuerpflichtige für eine Methode entschieden, ist ein Wechsel zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschlossen.