Unternehmensvermögen

Umsatzsteuerliche Behandlung

Kryptowährungen werden den gesetzlichen  Zahlungsmitteln  gleichgestellt,  soweit  diese  sog.  virtuellen  Währungen  von   den   an   der   Transaktion   Beteiligten   als   alternatives   vertragliches   und   unmittelbares  Zahlungsmittel  akzeptiert  worden  sind  und  keinem  anderen  Zweck  als    der    Verwendung    als    Zahlungsmittel   dienen  und sind damit umsatzsteuerbefreit.

Bilanzielle Behandlung

Bei einer Kryptowährung handelt es sich um einen Vermögensgegenstand, welcher in der Bilanz ausgewiesen werden muss. So ist die Kryptowährung als Wirtschaftsgut zu beurteilen.
Dabei ist zwischen dem Anlagevermögen und dem Umlaufvermögen zu unterscheiden.
Dient die Kryptowährung als Vermögensanlage, so ist sie dem Anlagevermögen zuzuordnen. Die Kryptowährung wird unter dem Posten der immateriellen Vermögensgegenstände als eigener Posten, zum Beispiel „virtuelle Währungen“, eingetragen.

Die Kryptowährung wird dem Umlaufvermögen zugeordnet, wenn sie zeitnah verkauft werden soll. Die Kryptowährung wird dem Posten „sonstiger Vermögensgegenstand“ zugeordnet. Auch muss sie in der Bilanz aktiviert werden.

Nach dem Gebot der Vollständigkeit gemäß §246 Abs. 1 HGB sind die in Folge eines Hard Forks gewonnenen Coins ins Umlaufvermögen zuzuordnen. Sie werden mit dem Wert aufgenommen, welchen sie am Tag ihrer Entstehung aufweisen. Die Aufnahme stellt dennoch keine Betriebsausgabe dar, ihre spätere Veräußerung ist allerdings gewinnwirksam.

Selbst erzeugte Coins in Folge von Mining, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen sind im Anlagevermögen auszuweisen. Es gilt ein Aktivierungsverbot für selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen gemäß §5 Abs. 2 EStG. Dazu zählt auch die Kryptowährung.